ABC-Kochen: D wie…

ABC-Kochen: D wie…

…Dorade, Dill oder Dinkel.

Das sind die vorgegebenen Zutaten für das aktuelle ABC-Kochen, aus denen man normalerweise eine auszuwählen hat. Aber nachdem mir die Verwendung von nur einer Zutat dieses Mal etwas zu unspannend war, dachte ich mir, ich versuche einfach mal, alle drei Zutaten in einem Gericht unterzubringen. Fragt ihr euch, ob es geklappt hat? Hat es! Und geschmeckt hat es auch noch! Es gab gegrillte Dorade mit Dinkel-Laibchen und Dill-Butter.

Die Zutaten

Für ein herrliches Mahl für zwei Personen benötigt ihr:

  • Zwei Doraden zu je ca. 500 Gramm
  • Zwei Limetten
  • Eine halbe Tasse Dinkel
  • Eine halbe Tasse Bulgur
  • Zwei Tassen Wasser
  • Ein Teelöffel Hühner- oder Gemüsebrühe in Pulverform oder Boullion
  • Zwei Eier
  • Dill
  • Etwa 80 Gramm Butter
  • Maisstärke
  • Salz
  • Pfeffer

Die Zubereitung

Am besten weicht ihr den Dinkel am Vorabend in Wasser ein, damit er schon schön vorquellen kann. Das habe ich in Ermangelung von Dinkel nicht gemacht, sondern nach dem Einkaufen der Zutaten nur knapp drei Stunden, aber auch diese Zeit hat ausgereicht. Leert das Einweichwasser weg und spült den Dinkel gut durch, bis das Wasser klar ist. Kocht ihn mit einer Tasse Wasser auf kleiner Stufe für etwa zwanzig bis dreißig Minuten (bis er weich, aber trotzdem noch bissfest ist). Der Bulgur wird ebenfalls mit einer Tasse Wasser, aber nur etwa zehn Minuten gekocht. Ich gebe außerdem gerne noch etwas Brühe dazu wegen des Geschmacks. Lasst den Deckel drauf, damit der Bulgur noch weiterquellen und abkühlen kann.

Heizt den Backofen auf 180°C mit der Einstellung Ober- und Unterhitze vor.

Jetzt wenden wir uns dem Fisch zu! Nachdem ich Dorade nur im Ganzen bekommen habe, musste ich sie auch selbst ausnehmen. Diese Aufnahmen erspare ich euch allerdings, denn Fisch-Innereien zu sehen ist wohl nicht jedermanns Sache. ;) Die Dorade muss jedenfalls gut mit kaltem Wasser ab- und ausgespült und anschließend mit Küchenrolle trocken getupft werden.

Ein nettes Detail am Rande, falls ihr auch mit ganzer frischer Dorade gearbeitet habt: Sind euch die putzigen Zähne aufgefallen? Oben scharfe Hauer, aber unten mehrreihige Mahl-Knubbelchen! :D

Dorade vor der Zubereitung

Unsere Doraden

Nachdem der Fisch trocken getupft wurde, müsst ihr ihn ihnen und außen mit Salz und Pfeffer bestreuen. Die Bauchhöhle der Dorade füllt ihr mit dünnen Scheiben von Limetten, die ihr vorher gut abgeschrubbt habt. Dann platziert die Fische auf einem Gitter und sobald der Backofen vorgeheizt ist, schiebt ihr es auf der mittleren Schiene hinein. Da Fisch dazu neigt, während des Garprozesses zu tropfen, habe ich auch noch ein leeres Backblech unten hinein geschoben, damit der Saft mir nicht das ganze Backrohr versaut. (Muss es ja auch selbst putzen ;) …)

Dorade gefüllt

Unsere Doraden, bereits gefüllt :)

In der Zwischenzeit sind Bulgur und Dinkel etwas abgekühlt, also leert diese beiden Zutaten in eine Schüssel, fügt die beiden Eier hinzu und rührt die Masse gut durch. Danach bindet ihr sie nach Gefühl mit etwas Maisstärke – ich habe in etwa drei Esslöffel benötigt, um die Flüssigkeit zu binden. Salz und Pfeffer dazu und schon könnt ihr mit dem Braten beginnen.

Dazu ungefähr einen Esslöffel Pflanzenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und pro Dinkel-Laibchen einen gehäuften Esslöffel der Masse in die heiße Pfanne setzen. Die Häufchen mit dem Löffel (oder einem Pfannenwender) flach drücken und auf kleiner Stufe stocken lassen. Bei mir hat das ein paar Minuten gedauert, weil ich verhindern wollte, dass sie zu schnell gar werden (oder verbrennen) und mir dann beim Umdrehen zerfallen. Zum Wenden selbst habe ich mir noch einen zweiten Pfannenwender zu Hilfe genommen, um kein Risiko einzugehen, sie zu zerbrechen. Es wäre aber auch ohne gegangen – das nur als Info am Rande, falls ihr auch unsicher seid, ob die Dinkel-Laibchen halten.

Dorade mit Dinkellaibchen

Zubereitung der Dinkellaibchen

Während die Dinkel-Laibchen vor sich hin braten könnt ihr schon mal die Butter mit dem Dill auf kleiner Stufe schmelzen lassen. Wie ihr seht, habe ich getrocknete Dillspitzen verwendet, weil es im Supermarkt leider keinen frischen Dill gab. Ihr könnt selbstverständlich genauso gut frischen gehackten Dill verwenden. Seid aber bitte vorsichtig, dass die Butter nicht zu heiß wird, denn sollte sie braun werden, bekommt sie schnell eine bittere Note.

Dorade mit Dill-Butter

Zubereitung der Dill-Butter-Sauce

Wenn die Butter fast ganz geschmolzen ist, könnt ihr die Herdplatte schon mal abdrehen – die Resthitze wird ausreichen, um die restliche Butter zu schmelzen. Ist es so weit, schmeckt die Dill-Butter-Sauce mit Salz und Pfeffer ab.

Werft zwischendurch immer mal wieder einen Blick ins Backrohr, um zu prüfen, wie es der Dorade geht. Nach ungefähr acht bis zehn Minuten könnt ihr sie wenden und nach weiteren acht bis zehn Minuten so wie ich die Grillfunktion dazu schalten, um der Dorade eine gesunde, herrliche Bräune zu verleihen. Zu guter Letzt wurde sie nochmal kurz gewendet, damit sie auch auf der zweiten Seite Farbe bekommt, aber nur circa zwei Minuten.

Das Ergebnis

Wenn die Dorade so herrlich aussieht, wie auf den folgenden Bildern, könnt ihr sie aus dem Backofen befreien und auf dem Teller platzieren. Die fertigen Dinkel-Laibchen daneben anrichten und sowohl den Fisch, als auch die Laibchen mit der Dill-Butter beträufeln. Das war es auch schon! Jetzt heißt es nur noch: Bon Appetit!

Dorade auf dem Teller

Die Dorade mit Dill-Butter und Dinkellaibchen ist angerichtet!

Mein Fazit: ich hatte noch nie zuvor Dorade gegessen, bin aber positiv überrascht. Auch die Kombination mit der Dill-Butter war nicht die schlechteste Idee, die ich jemals hatte. Da ich zu viele Dinkel-Laibchen gemacht habe, habe ich die übrig gebliebenen einfach eingefroren, um sie demnächst mit Käse zu überbacken. Dann wurde auch tatsächlich alles verwertet.

Fotos ©Andreas Wagner

Alles Liebe, Sophie

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