Erdnussbutter

Erdnussbutter

“Was, das geht so einfach?!”

Ja, es geht so unglaublich einfach, Erdnussbutter selbst herzustellen. Und weil ich in den letzten Wochen und Monaten immer wieder in erstaunte Gesichter geblickt habe, als in Gesprächen das Thema Erdnussbutter aufgekommen ist und ich beiläufig erwähnt habe, dass ich schon lange keine mehr kaufe, sondern sie einfach selbst herstelle, widme ich diesen Post kurzerhand – ihr ahnt es schon – der Erdnussbutter.

Die Erdnüsse, die ihr verarbeitet, können aus unterschiedlichster Quelle und in unterschiedlichsten Qualitäten kommen, je nachdem, worauf ihr wert legt.

Wollt ihr es euch ganz einfach machen, könnt ihr zum Beispiel bereits geschälte, geröstete und gesalzene Erdnüsse verwenden, die ihr in jedem Supermarkt in der Snack-Abteilung bekommt. Genauso könnt ihr aber auch mit ungeschälten Erdnüssen in Bio- und Rohkost-Qualität arbeiten, oder mit allen Stufen dazwischen.

Zutaten für ein Glas (ca. 300 g) Erdnussbutter:

  • 250 g Erdnüsse
  • 3 EL Erdnussöl
  • Salz

Zubereitung:

Naturbelassene Erdnüsse solltet ihr vor der Verarbeitung erst einmal schälen und – wenn ihr möglichst nahe an den “originalen” Erdnussbutter-Geschmack herankommen wollt – ein paar Minuten in einer beschichteten, mit etwas Erdnussöl bestrichenen Pfanne anrösten.

Füllt die Erdnüsse und das Erdnussöl in ein hohes Gefäß, schnappt euch einen Stabmixer und fangt erst auf niedriger Stufe an, alles grob zu zerkleinern, bevor ihr euch dann auf den höheren Stufen um die Feinarbeit kümmert. Fügt zwischendurch etwas Salz hinzu – je nach Salzsorte und eurem persönlichen Geschmack müsst ihr die Dosierung anpassen (von jodiertem Salz braucht ihr deutlich weniger, als beispielsweise von Meersalz oder Steinsalz) – ich verwende meist einen Teelöffel Steinsalz, als Zutat für Süßspeisen teilweise noch mehr.

Wenn ihr eure Erdnussbutter ganz cremig haben wollt, müsst ihr schon etwas Zeit (schätzungsweise 7-10 Minuten, je nach Leistung des Geräts) in die Mixerei investieren, bis die Masse schön glatt ist. Sollten am Ende immer noch ein paar Stückchen übrig bleiben, macht euch nichts draus und streicht die Erdnussbutter durch ein engmaschiges Sieb. Wenn ihr sie – so wie ich – sowieso gerne crunchy mögt, seid ihr hingegen schon nach drei bis vier Minuten fertig.

Erdnussbutter schmeckt nicht nur direkt vom Löffel herrlich, als Brotaufstrich oder in Süßspeisen, ihr könnt damit auch Nudel- und Gemüsegerichte aufpeppen, Saucen, Dips oder Marinaden herstellen, Smoothies verfeinern und vieles vieles mehr. Es schadet also nicht, immer ein Glas davon vorrätig zu haben!

Foto ©Sophie Schmikal

Alles Liebe, Sophie

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8 comments

  1. Mini.Me.

    Alter Schwede – und ich hab seit Ewigkeiten einen ganzen Sack voll Erdnüsse in der Vorratskammer hängen und keinen blassen SChimmer, was ich mit so vielen Nüssen machen soll. Ich streig dann am Wochenende mal in die Erdnussbutter-Produktion ein ;) Weisst du, wie lang sich so ein Glas hält?


    1. Post author
      sophie

      Na das trifft sich doch gut! Demnächst gibt es dann bei mir auch noch das eine oder andere Rezept, in dem Erdnussbutter eine Rolle spielt :D
      Nachdem in der selbstgemachten Erdnussbutter ja keine Zusatzstoffe drin sind, hält sie sich bestimmt nicht so lange wie gekaufte. 2-3 Wochen wird sie schon halten, aber ich glaube, bei mir war sie dann immer schon verputzt. :D

  2. Bettina

    Da hast du aber einen guten Stabmixer, oder? Ich hab das schon probiert mit einem recht guten Standmixer nur mit Erdnüssen und wollte ein Mus herstellen, aber das wurde nicht cremig. Allerdings habe ich kein Öl dazu getan, vielleicht ist das das Geheimnis? Hast du sonst noch eine Idee oder Erfahrungen für Varianten?


    1. Post author
      sophie

      Liebe Bettina,
      ich habe ein “ganz normales” Gerät mit 600 Watt :)
      Bei mir hat das Öl den großen Unterschied gemacht! Wenn du es wirklich cremig willst, musst du es höchstwahrscheinlich durch ein Sieb streichen, oder viel Geduld mit deinem Mixer haben. Was hast du denn für einen?
      Liebste Grüße,
      Sophie

      1. Bettina

        Ich habe den Personal Blender, mit dem bekomme ich z. B. bei Sesam gut eine dickes Mus hin ohne Wasser oder Öl dazu zu tun. Vermutlich hast du Recht und es braucht bei Erdnuss einfach das Öl dazu! Bisher bin ich auf die Idee nicht gekommen… also herzlichen Dank, manchmal braucht man die Anregungen der anderen! (-;

  3. Clara

    Sehr sehr coole Idee die Nüsse zu verarbeiten und das klingt ja wirklich sehr einfach…da sollte ich mich auch mal ranmachen, weil man weiß ja wirklich nicht welche Zusätze die ganzen Gläser haben…Klingt auf jeden Fall sehr lecker und Selbstgemachtes schmeckt ja bekanntlich am Besten. :-)

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