Platz für Neues

Platz für Neues

Der Winter neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Am 20. März – also in einem Monat – ist schon wieder Frühlingsbeginn. Grund genug also, in den nächsten Wochen einmal ordentlich Platz zu schaffen. Platz für das Leben. Platz für euch.

Platz für Neues.

Was natürlich nicht zwangsläufig bedeuten soll, dass man sich gleich wieder mit neuem Kram eindecken muss. Aber man sollte diese Jahreszeit nach Möglichkeit dazu nützen, sich von alten, ungeliebten Dingen zu trennen. Von Sachen, die einem keine Energie mehr geben, die man vielleicht aus Übermut oder einem schwachen Moment heraus gekauft hat.

Denn man muss nicht alles, was man jemals erstanden hat, bis zum bitteren Ende behalten. Genauso wie es für  manche Bekanntschaften oder Freundschaften eine Art Ablaufdatum gibt, so gibt es das auch für Gegenstände.

Wie geht man das an?

Dabei müsst ihr auch nicht sofort alles auf den Müll werfen, zur Altkleidersammlung geben oder auf dem Flohmarkt verhökern. Stellt euch für den Anfang drei große Kisten bereit. Eine, in die ihr alles packt, für das ihr aktuell keine Verwendung mehr zu haben scheint, bei dem ihr euch aber nicht ganz sicher seid, ob ihr euch davon trennen könnt. Eine zweite Kiste, in die ihr die Sachen packt, von denen ihr euch nicht trennen wollt und denen ihr einen neuen – sinnvollen! – Platz und Verwendungszweck zuteilen wollt. Und in die dritte Kiste kommen die Gegenstände, von denen ihr euch definitiv trennen wollt.

Die erste Kiste lasst ihr zwei Wochen lang im Vorzimmer stehen, dann schaut sie wieder durch. Dinge, zu denen ihr doch noch eine Verbindung habt, nehmt ihr wieder heraus, die anderen entsorgt ihr. Auf welche Art ihr sie entsorgt, bleibt euch überlassen – aber befreit euch davon. Nicht benötigte Gegenstände rauben Energie und nehmen die Luft zum Atmen.

Am Anfang mag es euch noch sehr schwierig vorkommen, Gegenstände zu kategorisieren und euch wirklich davon zu trennen. Aber sobald ihr den Schritt gewagt habt, wird es ganz einfach und die frische Energie wird mit jedem entrümpelten Ding mehr.

Es ist so einfach.

Ich selbst habe beispielsweise festgestellt, dass zwei Drittel meiner Abstellkammer mit Einkaufstaschen zugemüllt waren. Einkaufstaschen, in denen Einkaufstaschen und nochmal Einkaufstaschen gesammelt waren. Dahinter Schachteln. Und in diesen Schachteln: leere Schachteln. Platz für Neues? Fehlanzeige!

Zum Abschluss gibt es noch einen kleinen Tipp für das Platz schaffen während des Jahres: für jedes neu angeschaffte Teil versucht ein anderes Teil mit ähnlichem Volumen aus eurer Wohnung zu verbannen. Falls das zu schwierig ist, entsorgt ihr zum Beispiel für jedes neue Teil zwei andere (ohne die Volumensvorgabe). Wichtig ist nur, dass ihr euren Lebensraum nicht zu sehr zumüllt, sondern regelmäßig darauf schaut, dass ihr die Energie im Fluss haltet. Platz für Neues schafft. Und das geht mit einem vollgestopften Zuhause nicht.

Foto ©Sophie Schmikal

Alles Liebe, Sophie

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